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Carmen Rohrbach, in Bischofswerda
bei Dresden geboren, wollte schon immer ferne Länder erforschen, in der
DDR ein aussichtsloses Unterfangen. Das Biologiestudium in Greifswald
und Leipzig Biologie schloss sie mit dem Diplom ab, und bemühte sich um
Forschungsaufträge in Kuba, Mongolei oder in Sibirien.
Als die Anträge wegen ihrer Westverwandtschaft abgewiesen wurden, sah
sie nur noch einen Ausweg: die Flucht in die Freiheit. Über die Ostsee
wollte sie nach Dänemark paddeln. Doch sie musste das Boot versenken,
sonst wäre sie entdeckt worden. Schwimmend gelang es ihr, die Grenze zu
überwinden. Obwohl bereits im Internationalen Hoheitsgewässer, wurde sie
verhaftet und zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

Nach der Haft hatte sie das Glück, nach Westdeutschland ausgewiesen zu
werden. Sie promovierte am Max-Planck-Institut für Verhaltensforschung
in Seewiesen bei München und erhielt den Auftrag, ein Jahr lang das
Leben der Meerechsen auf einer unbewohnten Galapagosinsel zu
dokumentieren. Über ihre abenteuerlichen Reisen nach Südamerika, Afrika,
Asien und Arabien hat sie eine Reihe fesselnder Bücher geschrieben und
ist heute eine der erfolgreichsten Reiseschriftstellerinnen
Deutschlands.
Carmen Rohrbach steht für außergewöhnliche Begegnungen, ein Leben voller
Abenteuer und pure Lesefreude.
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